Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Veranstaltung zur Reaktivierung der Bahnstrecke Ketzin-Wustermark mit Infrastrukturminister Guido Beermann

Die Reaktivierung von Bahnstrecken ist ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz und verbessert die Mobilität im ländllichem Raum. Die Bahnstrecke von Ketzin nach Wustermark für den Personennahverkehr wiederzubeleben ist ein ehrgeiziges Projekt, hat aber starken Rückenwind. Das ist das positive Fazit einer Zusammenkunft in Ketzin, zu der mein Landtagskollege Christian Görke und ich verschiedene Akteure aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik eingeladen hatten.

Gekommen waren unter anderem der Infrastrukturminister Guido Beermann, der Bürgermeister Bernd Lück, der Landrat Roger Lewandowski, die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg, die Vizepräsidentin des Landtages Barbara Richstein und der Landtagsabgeordnete Johannes Funke. Gemeinsam mit der Havelländischen Eisenbahngesellschaft haben wir die Möglichkeiten zur Reaktivierung der Strecke Ketzin-Wustermark besprochen und zugleich gezeigt, dass dieses Projekt parteiübergreifend gewollt ist!

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Martin Wischner, Vorstand der Havelländischen Eisenbahn AG, die notwendigen bahntechnischen Maßnahmen vor, um die Strecke für den Personenverkehr zu ertüchtigen. Das Investitionsvolumen bezifferte er auf rund 15 Millionen Euro.

Ketzins Bürgermeister Bernd Lück nannte drei Gründe, warum dieses Vorhaben aus Sicht der Stadt Ketzin sinnvoll und notwendig ist.
Erstens: Die heute 6659 Einwohner zählende Kommune wird in den nächsten Jahren massiv wachsen. Allein zwei größere Wohnungsbauprojekte werden in den kommenden Jahren realisiert.
Zweitens: Die rund 600 Beschäftigten der beiden großen Unternehmen an der Bahntrasse, das Hermes-Verteilzentrum und die Firma Mosolf, sind potentielle Bahnkunden, wenn es ein attraktives Angebot auf der Schiene gibt.
Und drittens: Mit der Inbetriebnahme der Bahnlinie zwischen Ketzin und Wustermark mit unmittelbaren Anschluss nach Berlin könnte Ketzin zu einem Einsteigebahnhof für Berufspendler aus Brandenburg an der Havel und Umgebung in Richtung Spandau und in den Nordwesten Berlins werden.

Auch der havelländische Landrat Roger Lewandowski unterstützt das Infrastrukturvorhaben sowohl aus Verkehrs- als auch aus Klimaschutzgründen.

Und Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann sagte eine fundierte Prüfung des Vorhabens zu.

Allen Anwesenden war klar: Das Signal für den Personenverkehr auf dem Schienenweg zwischen Ketzin und Wustermark zeigt nur dann auf „Freie Fahrt“, wenn das Projekt in den Landesnahverkehrsplan 2023 aufgenommen wird. Ich bin der festen Überzeugung: Die Reaktivierung dieser Bahnstrecke hat beste Chancen, wenn alle Akteure weiterhin ihre Hausaufgaben gewissenhaft erledigen.

Bei der abschließenden Besichtigung des Bahnhofsareals erläuterte Normen Schubert, Inhaber des Bahnhofsgebäudes, die Pläne zur Gestaltung des künftigen Haltepunktes in Ketzin. Der Bahnsteig soll nördlich des jetzigen Bahnhofsgebäudes im Bereich der Ladestraße entstehen. Im Umfeld sollen Parkplätze geschaffen werden, damit Reisende wie Berufspendler problemlos von der Straße auf die Schiene wechseln können.

Herzlichen Dak an alle, die gekommen sind und natürlich an alle, die sich für dieses Projekt einsetzen!


Nauen
Ribbeck
Rathenow
Brieselang
Ketzin
Milow